Wintergarten: Wirkungsvoll belüften

Artikel vom 30. März 2010
Optimaler Schutz gegen Überhitzung und perfekte Wohlfühltemperatur. | Foto: WeinorOptimaler Schutz gegen Überhitzung und perfekte Wohlfühltemperatur. | Foto: Weinor

Die natürliche Lüftung bedient sich der Gesetze der Schwerkraft. Die Luft steigt mit der Erwärmung auf, und kann durch Öffnungen im Dach oder in den Seitenelementen abgeführt werden, während von außen kühlere Luft nachströmt.

Für die Effizienz der Lüftung sind zwei Kriterien besonders wichtig:
1. Zu- und Abluftöffnungen müssen groß genug sein
    (ca. 30 - 40% der Grundfläche),
2. der Temperaturunterschied zwischen Zu- und Abluft und somit der Abstand
    der Öffnungen muss möglichst groß sein.

Aus diesen Forderungen ergibt sich, dass möglichst im Dach und in Bodennähe verschließbare Öffnungen vorzusehen sind, z. B. Fenster. Diese Fenster sollten sich automatisch bei Erreichen der gewählten Grenztemperatur öffnen und auch wieder schließen, wenn die Witterungsverhältnisse ein geöffnetes Fenster nicht zu­lassen (Sturm, Regen).

Mechanische Lüftung

Auch bei einer motorischen Lüftung müssen Zuluftöffnungen vorhanden sein, welche allerdings in den Abmessungen viel kleiner ausfallen können. Auch der Platzbedarf der Lüftungsgebläse kann über einen Thermo- und/oder einen Hygrostaten erfolgen.    
Keine Frage:
Eine sorgfältige Planung der Lüftung entscheidet vor allem in den Sommermonaten über die Bewohnbarkeit und die Aufenthaltsdauer im „grünen Zimmer“. Das setzt jedoch gewisse Grundkenntnisse über die verschiedenen im Handel erhältlichen Systeme und ihre Anordnung voraus.    

Natürliche Lüftung

Die bekannteste und auch natürlichste Art der Lüftung: Sowohl Fenster, Dachklappen als auch Türen werden durch Klapp-, Dreh-, Kipp- oder Schiebeelemente per Hand geöffnet, Das hat allerdings den Nachteil, dass man den Wintergarten praktisch nie sich selbst überlassen kann, denn plötzlich aufkommende Witterungseinflüsse wie Wind, Sturm und Regen können bei Abwesenheit des Besitzers in kurzer Zeit die ganze Pflanzenpracht zerstören. Die gleiche Problematik gilt für sogenannte mechanische und elektrische Fensteröffnungen. Letztere bieten immerhin eine ge­wisse Gewähr, daß ein Wetterumschwung sich nicht verheerend auf Flora und Fauna unter Glas auswirkt. Nur: Hier stören meist Elektromotor und Antriebswellen.    

Automatische Anlage

Ganz anders verhält es sich bei einer automatischen Lüftungsanlage, die über Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsfühler gesteuert wird. Sie behebt die Nachteile der natürlichen Lüftung und sorgt bei vorübergehender Abwesenheit der Bewohner für vertretbare Temperaturen. Sie macht sich bei einer aufwendigen Bepflanzung schnell bezahlt.    

Auf die Luftleistung achten

Nicht zuletzt deswegen sollte man beim Kauf der Geräte auf eine hohe Luftleistung (Luftwechsel) achten. Die entsprechenden Anbieter ver­fügen darüber hinaus noch über weitere Produktreihen, die den geforderten Ansprüchen in jeder Hinsicht genügen: Sie sind einbruchsicher und mit Regenabweis- bzw. Entwässerungsprofilen gegen Feuchtigkeit geschützt. Zu- bzw. Fortluft werden elektrisch geregelt, mechanische Belastungen wie beim stetigen Öffnen und Schließen von Dachfenstern scheiden daher aus.

Wirkungsvoller Zusatznutzen

Je nach Jahreszeit kommt der Lüftung eine andere Bedeutung und Funktion zu, Sie arbeitet deshalb grundsätzlich nach zwei verschiedenen Systemen: Zum einen dient sie Wintergärten zur Abfuhr der Überschusswärme. Zum anderen macht sie sie, wie bereits erwähnt, in der Heizsaison dem Kernhaus nutzbar. Ein Belüftungsgerät transportiert dabei die Warmluft aus dem Wintergarten in das Haupthaus; durch das Fortluftgerät strömt im Gegenzug die Luft aus dem Kernhaus zum Erwärmen in den Wintergarten, Durch automatische ­Lüftungs-Geräte kann also nicht nur der Überhitzung des Wintergartens begegnet, sondern auch noch zu­sätzliche Energie geliefert werden.    

Effiziente Systemlösungen für dezentrales Lüften | Foto: Ventotherm/Schüco

Effiziente System­lösung für dezen­trales Lüften: fensterintegrierte Lüftung mit Wärme­rückgewinnung – kontrollierter Luftaustausch, ohne das Fenster zu öffnen. Das sorgt für eine Optimierung von Energieverbrauch, Raumklima und Luftqualität.

 

Automatisch: Wohlfühl-Temperatur im Wintergarten

Wintergärten reagieren klimatisch überaus sensibel - auch auf kleinste Veränderungen von Außentemperatur oder Sonneneinstrahlung. Besitzer von tropischen oder subtropischen Pflanzen wissen deshalb längst, daß die manuelle Regelung aller Komponenten wie Heizung, Sonnenschutz und Lüftung viel zu langsam ist, um ein optimales Klima im Wintergarten zu gewährleisten - zumal, wenn man bei einem Wetterumschwung gar nicht zuhause ist.

Aber auch für Wintergartenbesitzer, die ihr gläsernes Refugium nur als zusätzliches Zimmer nutzen und dort liebgewohnte Grünpflanzen stehen haben, lohnt sich der Einbau einer multifunktionalen Wintergarten-Steuerung. Intelligente Systeme übernehmen beispielsweise die Ansteuerung außenliegender Jalousien oder Markisen, Regen- und Windwächter erfassen die äußeren Witterungseinflüsse und fahren die meist kostspieligen Sonnenschutz-Anlagen ein, wenn der Wind zu stark wird oder Regen fällt. Wenn die Sonne wieder lacht, wird das Beschattungssystem automatisch wieder ausgefahren.

Moderne Anlagen basieren heutzutage auf hochwertiger und flexibler Computerprogrammiertechnik. Dies hat den Vorteil, daß Sicherungskopien abgespeichert werden und im Falle eines Defektes (z.B. Kurzschluß, Stromausfall, etc.) eine problemlose Datenrettung gewährleistet werden kann.

Eine gute Wintergarten-Steuerung weiß aber auch, daß Sonnenlicht im Winter für kostenlose Wärme sorgt: Während die Wärmepumpe die eingestellte Nachttemperatur aufrecht erhält, wird die Sonnenwärme solange zugelassen, bis die gewünschte Tagestemperatur erreicht ist, erst dann fährt die Markise aus. Bei drohender ‹berhitzung lassen sich Kippfenster und Lüftungsklappen vollautomatisch steuern oder die Wärmepumpe schaltet auf ihre Kühlfunktion um. Dieser Einsatz als Klimaanlage kommt den Nutzern eines Wintergartens aber auch im Sommer zugute, z.B. wenn der Sonnenschutz wegen zu viel Wind nicht ausgefahren werden kann.

Objektschutz

Während Ihrer Abwesenheit oder in der Nacht sorgen optional erhältliche Bewegungsmelder für zusätzliche Sicherheit. Sind die Bewegungsmelder zeitgesteuert aktiviert, werden bei Alarm eventuell offenstehende Fenster geschlossen und das integrierte Melderelais eingeschaltet. Das Melderelais steht zur freien Verfügung und kann Einrichtungen wie Ihre Außenbeleuchtung, Rundumleuchten oder das Licht im Wintergarten einschalten.


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