Carports:
Alles gut bedacht

Carports sind auf bestem Wege, der Garage den Rang abzulaufen. Vorteilhafte Kosten, schnelle und leichte Fertigstellung sowie vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten sprechen für ein Carport.
In den kalten Monaten schützen Carports vor Schneelasten, im Sommer vor Überhitzung. Bei Regenwetter trocknet das Fahrzeug durch die permanente Luftzirkulation sogar schneller und rostet nicht. Im Allgemeinen werden Carports leichter genehmigt als Garagen. Doch in den meisten Bundesländern ist trotzdem eine Baugenehmigung und die Zustimmung des Nachbarn nötig, sobald der Carport ein Dach hat.
Klären Sie wichtige Fragen vor Baubeginn
Nach der jeweiligen Landesbauordnung bedarf es einer Baugenehmigung, einem Bebauungsplan, einer Bauzeichnung sowie -beschreibung und einer statischen Berechnung. Der Hausbesitzer sollte sich deshalb frühzeitig beim ört- lichen Bauamt nach etwaigen Auflagen erkundigen. Es ist empfehlenswert, den Grundbau mindestens einen Meter länger und breiter als das Fahrzeug zu planen. Wer seitlich mehr Platz anbaut, gewinnt darüber hinaus Stellplatz für Fahrräder, Werkzeug oder Sportgeräte. Auch die Dächer von Carports sind interessant und vielseitig nutzbar. Insbesondere auf Flachdächern lassen sich Fotovoltaik-Elemente anbringen und optimal zur Sonneneinstrahlung ausrichten.
Achten Sie auf hohe Qualität
Ein Carport sollte eine Anschaffung fürs Leben sein. Das ist nur der Fall wenn
sowohl die verwendeten Materialien als auch die Verarbeitungsqualität für eine lange Lebensdauer sorgen. Optisch harmonieren Holz-Carports besser mit sonstigen Gartenhölzern wie Pergolen, Zäunen oder Gartenmöbel. Carports müssen stabil sein und auch hohen Windstärken standhalten.
Carport-Experten empfiehlen deshalb, die einzelnen Pfosten, Bretter und Balken nach alter Zimmermannskunst zu verzapfen. Dabei werden die Bauteile so ineinander gesteckt, dass auf später rostende Verbindungen verzichtet werden kann und das Holz nicht beschädigt wird. Auf diese Weise ist das Auto für viele Jahrzehnte optimal geschützt.
Carport-Leitfaden:
- Überlegen Sie genau, wo der Carport stehen soll und ob der vorgesehene Platz überhaupt für ein Carport geeignet ist.
- Sind Einfahrtsmöglichkeit und Straße vorhanden?
- Stimmen Sie die Errichtung eines Carports an der Grundstücksgrenze mit Ihrem Nachbarn ab.
- Beachten Sie in der Planungsphase Faktoren wie Nutzungsdauer, Stauraum und Klima.
- Klären Sie beim Bauamt, ob die geplante Konstruktion genehmigungspflichtig ist.
- Oftmals übernehmen die Hersteller gegen eine geringe Service- gebühr die reibungslose Abwicklung des Bauantrags. In diesem Fall müssen Sie diesen zum Schluss nur noch unterschrieben und einreichen.
Folgende Papiere werden benötigt:
- Zeichnungen im Maßstab 1:1000
- Statik (Standsicherheitsnachw.)
- Baubeschreibung
- bauliche Berechnungen
- aktueller Katasterauszug (amtlicher Lageplan) 1:500
- Bauantragsformular
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![]() In Baden-Württemberg ist prinzipiell Carport und Garage gleichgestellt; das kann in anderen Bundeländern auch anders gehandhabt werden. Für Baden-Württemberg gilt: Ist eine Garage oder eine Carport kleiner als 40 m3 umbauter Raum, also z.B. L=5,50 m B=2,70 m und H 2,50 m =37,13 m3 und befindet sich in der überbaubaren Fläche und überschreitet an keiner Stelle die Baulinie, dann ist keine Baugeneh- |





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